Claire Erber – Gegenteil von Rassismus, waagerecht

Verschriftlichung des Referats „Antirassismus und die Befreiung des Individuums“, gehalten am 18.08.07 im AJZ Bunte Platte

Wie der Name des Referats schon vermuten lässt, soll im Folgenden nicht die Beschäftigung mit klassisch rassistischen Vorurteilen, Klischees oder Handlungen im Mittelpunkt stehen. Ich gehe schlicht und einfach davon aus, dass von den hier Anwesenden niemand Menschen aufgrund ihrer Herkunft diskriminieren oder gar angreifen würde. Die Erkenntnis, dass Menschen in ihrem Charakter nicht primär durch Genetik, geografische Herkunft, biologische Vorfahren oder dergleichen geprägt sind, sondern ihre Persönlichkeit in der Auseinandersetzung mit ihrer Umgebung entwickeln, kann man nicht nur mit wissenschaftlichen Studien untermauern. Auch die triviale Erfahrung, dass man Freundschaften ebenso gut im Ausland oder per Internet global entwickelt und im Gegenzug die meisten Arschlöcher, die man in der Heimat trifft, Weißbrote sind, kann dies anschaulich bestätigen. Hinzu kommt, dass zu eben jenem Thema schon viele kluge Dinge geschrieben wurden, auf die ich hiermit nur verweisen will. In dieser Abhandlung soll näher beleuchtet werden, was mit der bloßen Ablehnung und Verneinung des Rassismus – welche ich voraussetze – nicht gesagt ist. Nämlich erstens, warum es ihn trotzdem noch gibt, bzw. warum er entsteht und zweitens, wie man ihm angemessen begegnet.
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